Flächensperre zum Schutz gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit
Eine Flächensperre ist eine Methode zur Abdichtung von Wänden gegen Flächendurchfeuchtungen / Querdurchfeuchtungen, wenn eine Abdichtung (Abgrabung) von außen nicht möglich ist. Sie wird von uns oft im Kellerbereich aber auch in Innenräumen eingesetzt, wo eine vollständige Fläche von Feuchtigkeit betroffen ist. Die Flächensperre wird per Injektage eines wasserabweisenden Mittels mittels Kompressor über schachbrettartige Bohrungen im Abstand von 25cm in die Wand eingebracht.
Eine Horizontalsperre kann auch bei nichtausreichen zur Flächensperre erweitert werden.
Wir beraten unsere Kunden gerne über die für Sie bessere Variante.
Beispiele
Allgemeines
Die Außenwände unterkellerter Gebäude benötigen zwei Abdichtungen, die sogenannte Horizontalsperre in den Wänden gegen aufsteigende Feuchtigkeit und die Vertikalabdichtung außen, gegen die Querdurchfeuchtung des Mauerwerks durch das seitlich anliegende feuchte Erdreich. Als bauseitige Horizontalsperre dient meistens eine zwischen der ersten oder zweiten Steinlage liegende Bitumenpappe, während die äußere Vertikalabdichtung heute aus einer bituminösen Dickschichtspachtelung (Bild 6) oder bituminösen Schweißbahnen besteht.
Zur nachträglichen Erstellung der Vertikalabdichtung muss das Mauerwerk außen freigeschachtet werden, was einerseits teuer geworden und andererseits oftmals nicht möglich oder gewollt ist.
Die Hinderungsgründe können in einer Bebauung liegen und durch eine Garage, eine großflächige Terrasse, Kellertreppe, eine Hauseingangstreppe, einen nichtunterkellerten Gebäudeteil usw. hervorgerufen werden. Auch eine alte Bepflanzung, Gehwegpflasterung, Asphaltierung oder eine verweigerte Schachtgenehmigung im innerstädtischen Gehwegbereich können eine Freischachtung verhindern.
In diesen Fällen wurden in der Vergangenheit stets Innenmaßnahmen, wie z.B. Sperrputz, angewendet, die genau genommen „technische Krücken“ darstellen. Derartige Innen-Sperrmaßnahmen führen nämlich nicht zu trockenem Mauerwerk, sondern „verstecken“ die nassen Wandbereiche und stellen schwere bauphysikalische Fehler dar. In der Regel resultieren daraus andere Wasserschäden und nicht selten steigt das Wasser dann bis in den Wohnbereich. Außerdem sind diese Maßnahmen nicht von langer Haltbarkeit und müssen nach wenigen Jahren erneuert werden. Die nasse Wand hat eine äußerst schlechte Wärmedämmung und der Sperrputz hat keinerlei feuchtregulierende Wirkung, so dass an schwülwarmen Tagen das Kondenswasser an der Wand herunterläuft.
Man muss heute allerdings auch nicht mehr auf derartige, veraltete „technische Krücken“ zurückgreifen. Wenn sie dennoch angeboten werden, geschieht das aus Unkenntnis des Handwerkers oder Planers.
Dank Porophob-K kann man heute auch von innen eine Flächensperrung erstellen, die den Wassereintritt in die Wand flächig verhindert und mehrere Jahrzehnte hält.
Die Porophob-K-Flächensperre macht die gesamte behandelte Wandfläche wasserabstoßend ohne, dass Dichtschlämme, Sperrputze oder ähnlich wirkende Mittel verwendet werden müssen. Die Wand trocknet durch eine Porophob-K-Flächensperre aus, erhält ihre natürliche Wärmedämmung zurück und erzeugt deshalb keine Folgeschäden.
Eine von innen erstellte Porophob-K-Flächensperre ist daher ein vollwertiger Ersatz für die fehlende bituminöse Außenabdichtung.
Im Folgenden wird die Anwendung und Wirkung der Porophob-K-Flächensperre beschrieben und erklärt.
Kapillarwasser und Druckwasser
Grundsätzlich muss man zwischen zwei Arten von Baunässeschäden unterscheiden, dem Kapillarwasserschaden und Druckwasserschäden.
Kapillarwasser nennt man das Wasser, welches durch den porösen Wandbaustoff wie von einem Schwamm aufgesaugt und durch die Baustoff-Poren, die sogenannten Kapillaren, wie in einem Docht hochgesaugt wird.
Hochgesaugt sagt bereits, dass hier nicht Druck sondern Sog, also Unterdruck, die Transportkraft ist.
Druckwasser, auch Stauwasser genannt, wird durch Druck, beispielsweise einer vor der Wand im Erdreich aufgestauten Wassersäule, transportiert.
Druckwasser fließt daher auch aus der Wand. Bilden sich im Keller Pfützen, dann ist mit Sicherheit Druckwasser gegeben.
Was ist Porophob-K
Porophob-K ist ein rein organisches Hydrophobiermittel, das vor über 60 Jahren entwickelt wurde und seitdem für die Beseitigung von Kapillarwasserschäden in Mauerwerk und Beton eingesetzt wird. Porophob-K ist langlebig und zeigt auch nach 6 Jahrzehnten bisher keinen Wirkungsverlust, weswegen wir auch heute noch nicht wissen, wie lange es tatsächlich seine Wirkung behält. Das Haupteinsatzgebiet von Porophob-K ist die nachträgliche Erstellung von sogenannten Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit in Mauerwerk, Stampfbeton und ähnlichen porösen Baustoffen.
Erstellung einer Porophob-K-Flächensperre im Keller
Wie bereits oben gesagt, benötigt ein unterkellertes Gebäude eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit und eine vertikale Außenabdichtung gegen die Querdurchfeuchtung durch das außen anliegende feuchte Erdreich.
Viele Gebäude haben aber Außenbereiche, die nicht oder nur mit unvertretbarem Aufwand freigeschachtet werden können, um eine vertikale Außenabdichtung nachträglich zu erstellen. Die Gründe hierfür können vielseitig sein. Eine neben dem Haus stehende Garage, eine Terrasse, eine aufwendige Eingangstreppe oder die verweigerte Schachtgenehmigung für einen Gehsteig sind nur einige der denkbaren Ursachen.
Auch in derartigen Situationen kann Porophob-K die Lösung der Probleme bedeuten, denn man kann mehrere Porophob-K-Sperren übereinander anordnen, um so das Mauerwerk großflächig wasserabstoßend zu machen.
Diese Art der Abdichtung nennen wir Porophob-K-Flächensperre. Sie ist bequem, nicht aufwendig und preiswert von innen zu erstellen. Sie bietet meistens die einzige Chance, diese problematischen Wand-bereiche überhaupt dauerhaft und bauphysikalisch richtig abzudichten.
… in der Keller-Außenwand
Bei den mehrlagigen Porophob-K-Sperren (Porophob-K-Flächensperren), werden die Injektionsbohrungen schachbrettartig versetzt. Bild 7 zeigt die Ansicht eines solchen Bohrschemas in einer Kellerwand.
Die Bohrungen werden im waagerechten Abstand von 25 Zentimeter gebohrt. Die einzelnen, übereinanderliegenden Bohrloch-Reihen haben ebenfalls einen senkrechten Abstand von 25 Zentimetern. Der Bohrlochdurchmesser beträgt 14 Millimeter. Im Bild 6 ist diese Wand als Schnitt dargestellt, um Ihnen zu zeigen, wie die hydrophoben Zonen im Mauerwerk liegen werden.
Für die Erstellung von Flächensperren ist es wichtig, dass keine Bereiche überbleiben, durch die das Wasser weiterhin von außen nach innen wandern kann. Die Injektionsbohrungen werden deshalb so erstellt, dass das Porophob-K sich über den Fugenmörtel in der Wand ausbreiten kann. Das gilt nicht nur für Ziegel oder sonstige Format-Steine, sondern auch in besonderer Weise für Mauerwerk aus gebrochenen Natursteinen (Bruchstein-Mauerwerk). Gerade dieses Mauerwerk kann aus Steinen bestehen, die selbst nicht wasserdurchlässig sind (Basalt, Granit usw.). Bei derartigem Mauerwerk erzeugen ausschließlich die porösen Fugen das Nässeproblem. Da die Fugen des Bruchsteinmauerwerks erheblich breiter sind als das von Formsteinmauerwerk, ist auch ein größerer Wassertransport möglich.
Der Mörtel der Wand ist in der Regel erheblich poröser als das Steinmaterial. Der Fachmann spricht hier von einem größeren Porenvolumen des Mörtels. Der Mörtel nimmt daher erheblich schneller das Porophob-K auf und stellt damit ein geeignetes „Zwischenlager“ im Mauerwerk dar, aus dem sich das Porophob-K dann gleichmäßig verteilen kann. Porophob-K dringt aus den Fugen allmählich in die Steine ein, deren Gefüge dichter ist als das des Fugenmörtels.
Die Bilder 8-10 zeigen deshalb, zum besseren Verständnis, wie die Porophob-K-Verteilung im Mauerwerk abläuft.
Direkt nach der Injektage befindet sich praktisch die gesamte injizierte Porophob-K-Menge in den Poren des Fugenmörtels. Nach etwa 3 Wochen ist die Verteilung, des im Fugenmörtel befindlichen überschüssigen Porophob-K, abgeschlossen. Mörtel und Steine sind soweit wie möglich von Porophob-K durchdrungen und wasserabstoßend. Die Porophob-K-Zone im Mauerwerk hat ihre maximale Ausdehnung erreicht.
Das gezeigte Verteilungsverhalten von Porophob-K muss bei der Erstellung von Flächensperren unbedingt berücksichtigt werden, damit es nicht zu Anwendungsfehlern kommen kann.
Aus diesem Grund wird im Bild 10 noch einmal die Porophob-K-Verteilung in einer einsteinigen (eigentlich für eine Flächensperre zu dünnen) Wand gezeigt, bei der das Steinmaterial als sehr dicht und damit schlecht durchdringbar angenommen wurde.
Man sieht, dass an dünnen Wänden unter Umständen ein kleiner Kern des Steines nicht von Porophob-K durchdrungen wird, weil das Material, während der Verteilungszeit, sich schneller über den poröseren Mörtel auf einen größeren Wandbereich verteilt, als es den Stein durchdringt. Bei sogenanntem einsteinigem Mauerwerk (Wandstärke 24cm), gibt es Lagen, bei denen der eine Steinkopf im nassen Erdreich liegt und der andere Steinkopf in den Keller ragt. Bleibt hier ein kleiner Kern ohne Porophob-K, dann bleibt dieser Kern auch feucht. Dieser Effekt tritt natürlich nur dann auf, wenn das Steinmaterial sehr viel dichter ist, als der Mörtel.
Bei dickeren Wänden, dünnen Wänden mit sehr porösen Steinen oder selbst bei Kalksandsteinen mit Grifflöchern tritt dieses Problem nicht auf. Sehr poröse Steine werden in der Verteilungszeit des Porophob-K von diesem völlig durchdrungen. Bei Kalksand-Griffloch-Steinen dringt das Porophob-K auch vom Griffloch aus in den Stein ein, so dass keine von außen nach innen durchgehenden nichthydrophoben Zonen zurückbleiben können. Auch die im Bild 10 gezeigten nichthydrophoben Zonen in der untersten Steinlage sind nicht problematisch, weil sie nicht von außen nach innen durchlaufen. Das Feuchtebild in einem Mauerwerk gemäß Bild 11 würde vom Keller aus etwa so aussehen, wie im Bild 12 dargestellt.
Wie Sie sehen, wird die Wand auch bei eigentlich für diese Anwendung zu dünnen Wänden (einsteinig) bis auf die sehr kleinen Stellen trocken. Möglicherweise sind Ihnen diese „Restfehler“ immer noch lieber, als eine insgesamt nasse Wand. Das müssen Sie jedoch selbst entscheiden.
Wie gesagt und gezeigt: „Dieser Restfehler kann nur bei einsteinigem (zu dünnem) Mauerwerk auftreten.“
Sofern das Mauerwerk dicker ist (1 1/2 -steinig =36cm oder dicker) können diese Effekte -wie anhand der Bilder 8-10 gezeigt- nicht auftreten.
Die Porophob-K-Flächensperre stellt bei diesen Wänden eine außerordentlich sichere und langlebige Abdichtung dar, die selbst gegen drückendes Wasser abdichtet.
Falls sich in der Wand Risse oder andere Kanäle befinden, die drückendes Wasser bereits in den Keller fließen lassen, können auch diese Schäden durch eine zusätzliche Reaktionsharz-Injektion von innen beseitigt werden.
Die notwendige Höhe der Porophob-K-Flächensperre richtet sich danach, wie hoch das Erdreich außen an der Wand anliegt. Steht die Wand zum Beispiel nur 1,5 Meter im Erdreich, dann ist selbstverständlich auch nur eine etwa 1,6 m hohe Flächensperre (1,5m + 0,1m Sicherheitszuschlag) notwendig. Der aus dem Erdreich ragende Kellerwandbereich benötigt keine Flächensperre, denn er würde im Normalfall außen auch nicht bituminiert.
Das Gleiche gilt für Flächensperren, wenn das Gelände außen schräg abfällt, weil das Haus am Hang liegt (Bild 13). Die Flächensperre darf nur nicht unterhalb des außen anliegenden Erdreichs enden. Notfalls kann jedoch immer noch eine Lage Porophob-K nachträglich oben auf die vorhandene Flächensperre „aufgesetzt“ werden, falls Ihre Flächensperre nicht hoch genug erstellt wurde. Auch dieses „anflicken“ also erweitern einer Porophob-K-Flächensperre ist völlig unproblematisch und es gibt keinerlei Undichtigkeiten im Ansatzbereich zwischen alter und neuer Porophob-K-Flächensperre.
Einzugsgebiet für Flächensperren:
Hamburg – Kiel – Lübeck – Schwerin – Wismar – Rostock
Unser Einsatzgebiet für Flächensperren reicht von Hamburg über Lübeck, Kiel und Schwerin bis nach Rostock. Auch in umliegenden Orten wie Bad Oldesloe, Bargteheide oder Güstrow stehen wir Ihnen zuverlässig zur Verfügung. Durch unsere regionale Nähe sind wir schnell bei Ihnen und können Projekte im gesamten norddeutschen Raum effizient umsetzen.
